Heißes Eisen
Ilsede ist ein Schmelzkessel. Wo einst Eisenerz verflüssigt wurde, verschmolzen im Schatten des Hüttenwerks auch Dörfer, Biographien und Kulturen miteinander. In fast jeder Familie haben Leute für die Hütte gearbeitet. Nach dem Verschmelzen kam das Verschmerzen der Schließung. Die Proteste gegen die Stilllegung haben wenige im Gedächtnis, an die Sprengung der Schornsteine erinnern noch sich mehrere. Wir fragen heute: Welche Erinnerungen haben sich im alten Schlackebett auf dem Hüttengelände abgesetzt? Wo ist heute eigentlich die Mitte von Ilsede? Und warum ist Ilsede heute immer noch da? Gemeinsam mit Musiker*innen, ehemaligen Hütten-Angestellten und weiteren Gästen aus Ilsede lädt das Syndikat im Oktober 2026 zu einem Theater-Erlebnis auf dem ehemaligen Hüttengelände in Ilsede ein zu einer Reise von der Umformerstation über das bewachsene Werksgelände bis an eine Feuerstelle. Aus ungehörten Berichten und vergessenen Legenden entstehen Erzählungen über die Menschen aus Ilsede und ihr Talent für Umformung und Umwandlung.
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