Kein politisches System weist dem Geschichtsunterricht so große Aufgaben zu wie die Demokratie.“ Georg Eckert zur Bedeutung historisch-politischer Bildung (nach 1945)
Als Georg Eckert (1912-1974), der spätere Gründer des Internationalen Schulbuchinstituts, 1946 seine Stelle als Geschichtsdozent an der PH Braunschweig antrat, standen er wie seine Kollegen vor der schwierigen Aufgabe, ausschließlich durch die NS-Ideologie geprägte Studierende für den Schuldienst in einer nicht gefestigten Demokratie vorzubereiten. Für deren Stärkung, so Georg Eckert, besitzt aber gerade der Geschichtsunterricht besondere Bedeutung, kann (oder soll) er doch die nachwachsende Generation im eigenständigen historischen Denken schulen und sie darin unterweisen, sich ein eigenes begründetes Urteil zu bilden. Dies würde lndoktrinationen vorbeugen und eine wirksame Waffe gegen Chauvinismus und Völkerverhetzung sein. Über diesen Ansatz und Eckerts Methode liest Heike Christina Mätzing, unter Mitwirkung von Dieter Dowe, aus ihrer 2018 erschienenen Biographie: „Georg Eckert (1912-1974). Von Anpassung, Widerstand und Völkerverständigung“. Die Bedeutung des Eckertschen Ansatzes für die Gegenwart soll in der anschließenden Diskussion erörtert werden.
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