Prinzenpalais: Tag des Offenen Denkmals

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Tag des offenen Denkmals
Führungen Prinzenpalais (45-60 min.)
Treffpunkt Foyer Reichsstr. 1 um 10:00 h; 11:30 h; 13:00 h; 14:30 h; 16:00 h
Sie sehen das Haupthaus von 1603, den fürstlichen Anbau von 1722 mit dem Festsaal, ausgemalt 1886, den Nachlass des Hofmalers Heinemann ab 1890, den Tresorraum (1912) und die Instrumentensammlung.
Alles auch frei zugänglich.
Kaffee, Kuchen, Getränke
Das Prinzenpalais in Wolfenbüttel ist ein Gebäude, das seine Geschichte nicht verbirgt. Im Gegenteil: Es trägt sie offen zur Schau – im Namen, in seiner Architektur und in den Spuren, die die Jahrhunderte hinterlassen haben. Wer heute das Kulturhaus Prinzenpalais betritt, bewegt sich durch Räume, die von höfischer Repräsentation, bürgerlichem Unternehmergeist, handwerklicher Tradition und lebendiger Kultur gleichermaßen erzählen.
Seinen Ursprung hat das Palais im Jahr 1603, als es für den Stadtkommandanten der Residenzstadt errichtet wurde. Später ergänzte der bedeutende Baumeister Hermann Korb das Ensemble um einen fürstlichen Anbau. 1733 schließlich zog Prinz Carl, Sohn des regierenden Herzogs, gemeinsam mit seiner frisch angetrauten Frau Philippine Charlotte ein – einer Schwester Friedrichs des Großen.
Nur zwei Jahre nach ihrem Einzug übernahm Carl I. nach dem plötzlichen Tod seines Vaters das Fürstentum. Die kurze, aber prägende Phase seiner Residenz gab dem Gebäude seinen bis heute gültigen Namen: Prinzenpalais.
Doch das Haus blieb nicht in der Vergangenheit stehen. Es wandelte sich, passte sich an, wurde neu genutzt und neu interpretiert – und gerade diese Wandlungsfähigkeit macht es heute zu einem besonderen Ort der Kultur.
Eine der überraschendsten Episoden in der Geschichte des Palais beginnt 1842. Während Wolfenbüttel im 19. Jahrhundert wirtschaftlich aufblühte, entstand im Hof des Gebäudes eine pferdebetriebene Ölmühle. Im Haupthaus wurde ein Ladengeschäft eingerichtet – ein frühes Beispiel dafür, wie selbstverständlich sich das Palais in die wirtschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit einfügte.
Zum Ende des 19. Jh. gehörte das Haus den durch Heirat verbundenen Familien Fink und Schünemann. Anlässlich der Hochzeit der Tochter Emilie Fink mit dem Atomforscher Julius Elster wurde 1886 der fürstliche Anbau komplett renoviert und der Festsaal durch den Hofmaler Heinemann kunstvoll ausgemalt – ein heute noch original erhaltener Schatz.
Inzwischen beherbergt das Prinzenpalais auch den Nachlass dieses Hofmalers. Neben vier großformatigen Wandbehängen, werden ein Wanderbuch, Skizzen- und Vorlagenbücher sowie Arbeitsmittel und Geschäftsbücher ab 1890 präsentiert.
Die Sammlung historischer Tasteninstrumente bildet einen zentralen Ankerpunkt des Hauses. Sie erzählt von Klangidealen vergangener Jahrhunderte, von handwerklicher Präzision und von der technischen Entwicklung des Klavierbaus. Gerade in einer Region, die mit dem Namen Steinweg/Steinway eng verbunden ist, erhält diese Sammlung besondere Bedeutung. Sie schlägt eine Brücke zwischen lokaler Tradition und globaler Musikgeschichte.
Alle Instrumente sind spielbereit und werden regelmäßig für Konzerte und Kulturvermittlung genutzt

Terminübersicht

Gut zu wissen

Eignung

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Preisinformationen

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Um Spenden für die Restaurierung dieses herausragenden Baudenkmals wird gebeten.

Veranstaltungsort

Prinzenpalais
Reichstraße 1
38300 Wolfenbüttel

Lizenz (Stammdaten)

Jörg Bansen
Lizenz: Namensnennung, keine Bearbeitung