Spiele und Kleinigkeiten - G. Kurtág (*1926) - L.v. Beethoven (1770 - 1827)
Spiele und Kleinigkeiten - G. Kurtág (*1926) - L.v. Beethoven (1770 - 1827)
Christof Hahn, Klavier
Im Mittelpunkt des Konzertes steht die Musik des ungarischen Komponisten György Kurtág, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern konnte. Aus dessen Sammlung Játékok (Spiele) für Klavier, die seit Mitte der 1970er Jahre als work in progress entsteht, wird eine umfangreiche Auswahl zu hören sein. Dazu gesellen sich die Sechs Bagatellen op. 126 von Ludwig van Beethoven, komponiert 1824. Der Pianist Pierre-Laurent Aimard sprach in Bezug auf Kurtágs Klaviermusik davon, dass „seine klangliche Traumwelt und seine vielfältigen stilistischen und historischen Referenzen im Grunde ein einziges Geflecht von verdichteten Beziehungen" seien, „die sich in zwei, drei Tönen niederschlagen können, aber auch in Titeln, Assoziationsräumen, je nachdem …". So wählt Kurtág als Untertitel seiner Sammlung „Tagebucheintragungen, persönliche Botschaften" und wahrt damit die Intimität und das Geheimnis dieser konzentrierten, poetischen Stücke, die trotz ihrer Kürze, manche dauern nicht einmal eine halbe Minute, einen großen imaginären Raum eröffnen. „Meine Muttersprache ist Bartók, und Bartóks Muttersprache war Beethoven" — bekannte Kurtág einmal auf die ihm eigene aphoristische Art. Beethovens Bagatellen mit ihrer Prägnanz und Verdichtung, im Manuskript verwendet Beethoven auch den Titel „Kleinigkeiten", verfolgen ähnliche Wege wie Kurtágs Musik und öffnen im Rahmen des Konzertes reizvolle „Fenster" in die Vergangenheit. Sein Opus 126, komponiert im Umfeld der Neunten Symphonie und der Missa solemnis, erklingt zwischen Kurtágs Klavierminiaturen.
Christof Hahn, Klavier
Im Mittelpunkt des Konzertes steht die Musik des ungarischen Komponisten György Kurtág, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern konnte. Aus dessen Sammlung Játékok (Spiele) für Klavier, die seit Mitte der 1970er Jahre als work in progress entsteht, wird eine umfangreiche Auswahl zu hören sein. Dazu gesellen sich die Sechs Bagatellen op. 126 von Ludwig van Beethoven, komponiert 1824. Der Pianist Pierre-Laurent Aimard sprach in Bezug auf Kurtágs Klaviermusik davon, dass „seine klangliche Traumwelt und seine vielfältigen stilistischen und historischen Referenzen im Grunde ein einziges Geflecht von verdichteten Beziehungen" seien, „die sich in zwei, drei Tönen niederschlagen können, aber auch in Titeln, Assoziationsräumen, je nachdem …". So wählt Kurtág als Untertitel seiner Sammlung „Tagebucheintragungen, persönliche Botschaften" und wahrt damit die Intimität und das Geheimnis dieser konzentrierten, poetischen Stücke, die trotz ihrer Kürze, manche dauern nicht einmal eine halbe Minute, einen großen imaginären Raum eröffnen. „Meine Muttersprache ist Bartók, und Bartóks Muttersprache war Beethoven" — bekannte Kurtág einmal auf die ihm eigene aphoristische Art. Beethovens Bagatellen mit ihrer Prägnanz und Verdichtung, im Manuskript verwendet Beethoven auch den Titel „Kleinigkeiten", verfolgen ähnliche Wege wie Kurtágs Musik und öffnen im Rahmen des Konzertes reizvolle „Fenster" in die Vergangenheit. Sein Opus 126, komponiert im Umfeld der Neunten Symphonie und der Missa solemnis, erklingt zwischen Kurtágs Klavierminiaturen.
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