Der Bergmann

Antiquitäten & Kunst

Salzgitter verdankt den Namen und die Entstehung dem Salz. Ein anderer Bodenschatz bestimmt aber insbesondere seit dem 19. Jahrhundert die Entwicklung: Das Eisenerz.

Die Lore wurde 1977 aufgestellt. Den Bergmann in Bronze schuf der Hannoversche Bildhauer Lars von Berg. Die Statue wurde aus Spenden finanziert und 1999 der Bürgerschaft übergeben. Bereits seit rund 2000 Jahren wurden im Gebiet zwischen dem nördlichen Harzrand und Peine Eisen verhüttet, wie zahlreiche Funde von Schlacken, Verhüttungsstellen und der bei Salzgitter-Lobmachtersen gefundene Rennofen belegen. Ab 1837 wurden alle bekannten Eisenerzausbisse am Salzgitter-Höhenzug untersucht, und das Salzgittererz wurde in der Folgezeit für die Hütten am Harz und im Harzvorland interessant. Die Berichte des Salineninspektors Albert Schloenbach über die Erzvorkommen "Finkenkuhle" und die spätere "Hannoversche Treue" machten Emil Langen auf die salzgitterschen Erzfelder aufmerksam und führten schließlich zur Gründung des Eisenwerks am Gitteror, das von 1868 bis 1874 betrieben wurde. Bis in die 1930er Jahre wurde das arme Salzgittererz als Verhüttungszugabe verarbeitet, hatte jedoch durch den Verlust Lothringens und der Minetteerze nach dem Ersten Weltkrieg an Bedeutung gewonnen. Die Entwicklung eines neuartigen sauren Schmelzverfahrens durch Paschke und Peetz schuf jedoch erst die technischen Voraussetzungen für die wirtschaftliche Verhüttung der Salzgittererze. Probebohrungen bestätigten die Mächtigkeit des Erzlagers, und die Autarkiebestrebungen des Nationalsozialismus führten im Rahmen des "Vierjahresplanes", mit dessen Durchführung Hermann Göring beauftragt war, zur Gründung der nach ihm benannten "Reichswerke",  die 1937 die Erzgruben und -felder übernahmen. Um innerhalb kürzester Zeit den Förderbetrieb aufnehmen zu können, wurde der Aufbau der Bergwerke in einem außerordentlich hohen Tempo vorangetrieben; 1943 förderten die Gruben im Salzgittergebiet mehr als viereinhalb Mio. Tonnen Erz. Bei Kriegsende lagen nicht nur alle Gruben still, sie waren größtenteils auch "ersoffen", der Neuaufbau schwer. Im November 1945 nahm der Tagebau Haverlahwiese die Förderung wieder auf, es folgten der Tiefbau Haverlahwiese, die Hannoversche Treue, Finkenkuhle, Im Wortlah und Gitter. Einer Blütezeit folgte an 1961 die Kriese des deutschen Eisenbergbaus, ausgelöst durch der Rezession der deutschen Stahlindustrie und die Konkurrenz ausländischer Erze. Die Fördermengen - im Jahr 1960 wurden im Salzgittergebiet 18,8 Tonnen gefördert - wurden eingeschränkt, der Tagebau Haverlahwiese schon 1961 vorläufig stillgelegt. Bis auf Schacht Konrad im Norden Salzgitters wurden alle Gruben im Salzgittergebiet geschlossen, zuletzt die Schachtanlage Haverlahwiese im Jahre 1982. Mit Ausnahme der Grube Finkenkuhle wurde kein Eisenerzbergwerk wegen Lagerstättenerschöpfung aufgegeben, es stehen noch erhebliche Erzreserven an. An eine Wiederaufnahme der Förderung ist jedoch nicht zu denken, die Grubenbaue sind mit Wasser gefüllt, die Nutzungsbeschränkungen der Tagesoberfläche seither gelockert.

Quelle: Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"

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