Die Kulturnacht im Museum Wolfenbüttel

  • Kunst und Kultur sonstige
Das Museum Wolfenbüttel beteiligt sich mit beiden Häusern an der Kulturnacht 2026. Das Schloss Museum und das Bürger Museum öffnen am Samstag, 19. September, ab 18 Uhr die Türen. Bei besonderer Atmosphäre und freiem Eintritt können die Dauer- und Sonderausstellungen zur Welfen- und Stadtgeschichte besucht werden. Im Schloss Museum erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches und spannendes Programm. Die Instrumental-Spezialisten BraunschweigBAROCK treten passend zur Zeitepoche mit dem moderierten, aus fünf Teilen bestehenden Programm BACH & SÖHNE auf. 
 
Schloss Museum (geöffnet von 18 Uhr bis 22 Uhr):
 
Um 18 Uhr und um 19 Uhr können die Besucherinnen und Besucher der Kulturnacht im Rahmen von öffentlichen Führungen für 45 Minuten in das frühe 18. Jahrhundert abtauchen und spannende Blicke in die original erhaltenen Staats- und Privatgemächer aus der Zeit des Hochbarocks werfen.
 
Teilwerke, die ein Ganzes ergeben: BraunschweigBAROCK spielt BACH & SÖHNE
 
Von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr treten die Instrumentalisten von BraunschweigBAROCK im Oberen Foyer mit ihrem Programm BACH & SÖHNE auf. Ulla Bundies (Violine), Yo Hirano (Cembalo) und Henning Bundies (5-saitiges Barockcello) spielen mit kurzen Pausen Werke von Johann Sebastian Bach, Wilhelm Friedemann Bach, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Christoph Friedrich Bach.
 
Unter dem Namen BraunschweigBAROCK haben sich begeisterte Instrumental-Spezialisten der historischen Aufführungspraxis barocker Musik auf originalen Instrumenten zusammengefunden. Das Ensemble zeichnet sich durch leidenschaftliche Musizierfreude und temperamentvolle Kreativität aus, wodurch ein Konzert zum spannenden Erlebnis wird.
 
Bürger Museum (geöffnet von 18 Uhr bis 20 Uhr):
 
Unter dem Motto „Eine Stadt erzählt!“ erfahren die Besucherinnen und Besucher im 2017 eingeweihten Bürger Museum etwas über die vergangenen 500 Jahre. Zu sehen sind in der früheren Jahnturnhalle ausgewählte Ausstellungsstücke Wolfenbütteler Stadt- und Bürgergeschichte, die vom Kuba-Komet, über das Stadtmodell von 1747, den „buckligen Friedel“ von Wilhelm Busch über einen selbstgebauten Fluchtkoffer von 1944 reichen.
 
Mit Hilfe einer Virtual Reality-Brille können die Geschichtsinteressierten im Tempelraum der 1938 von Nationalsozialisten in Brand gesetzten und 1893 vom Architekten Constantin Uhde erbauten Wolfenbütteler Synagoge Platz nehmen. Ein Film lässt das rekonstruierte jüdische Gotteshaus in der Lessingstraße an alter Stelle neu entstehen.
 
Hintergründe zu BACH & SÖHNE(19:30 Uhr bis 21:30 Uhr):
 
Fun fact: In der Zeit Anton Ulrichs war Johann Stephan Bach, ein Onkel Johann Sebastian Bachs, Organist am Braunschweiger Dom. Aber auch der älteste Bach-Sohn, Wilhelm Friedemann, ist eng mit Wolfenbüttel / Braunschweig verbunden: Er bemühte sich hier um entsprechende Stellen als Organist. Warum er weder die Wolfenbütteler, noch die Braunschweiger als Musiker bekommen hat, und was das mit den heutigen Social Media zu tun hat, wird in dem Programm ebenso behandelt wie die Frage: War es Fluch oder Segen, komponierender Sohn Johann Sebastian Bachs zu sein? Da waren immer die Fußstapfen des großen Vaters voraus. Wieviel konnten sie lernen und profitierten, und wie weit gingen sie doch ihre eigenen Wege im Umbruch zu einer neuen musikalischen Epoche? Wie die Angehörigen der jüngeren Bach-Generation ihre Lebensaufgabe meisterten, wollen wir in diesem kurzweiligen, moderierten Programm in fünf musikalischen Abschnitten zeigen. 

Terminübersicht

Gut zu wissen

Veranstaltungsort

Bürger Museum Wolfenbüttel
Prof.-Paul-Raabe-Platz 1
38304 Wolfenbüttel