Die Büste von Onkel Stoot
Reinhard Martin Stoot wurde am 09.11.1863 in Bad Salzgitter am Harz geboren und starb dort am 20.07.1944. Im "großen Haus am Wall", erbaut von seinem Vater August Stoot, betrieben Vater und später auch der Sohn ein Kolonialgeschäft und eine Waffenhandlung. Dieses Haus am Wall (Vöppstedter Tor) wurde nach einigen Jahren das Rathaus von Bad Salzgitter, bzw. die Verwaltungsstelle von Salzgitter-Bad. R. M. Stoot besuchte zwar die höhere Privatschule beim "alten Ludly" und später das Andreanum in Hildesheim, aber die Eltern ließen ihn nicht die Naturwissenschaften und Chemie studieren. Er musste in Wolfenbüttel eine kaufmännische Lehre absolvieren.
R. M. Stoot verarmte nach dem Ersten Weltkrieg völlig und verlor durch die Inflation seinen Besitz. Das Haus gegenüber, ehemals Bohlweg 24, das auch abgerissen ist, wurde seine neue Bleibe. Von jetzt ab lebte er ganz bescheiden von einer Leibrente von RM. 45,- und RM. 35,- (Ablösung vom Mietrecht).
Er beschäftigte sich nun mit dem Präparieren von Tieren, Insekten, dem Bildermalen, mit der Fotografie und gebrauchte Teile seines wirklich geringen Einkommens und Spenden der Bürger aus Salzgitter-Bad, um den heutigen Greifpark zu gestalten.
Die ehemalige Kalibahn wurde von ihm in den wunderschönen Birkenweg verwandelt. Die Ruinenreste des alten Kalibergwerks wurden zu einem Märchenpark. Alle Arbeiten von ihm, die nur noch auf Fotos überliefert sind, verschwanden mit der Zeit. Die "Greifen", deshalb Greifpark, der "Wilde Mann", das "Rabenschloss", die "Dornröschenlaube", das "Hänsel und Gretelhaus", der "Wolf und das Rotkäppchen", und vieles mehr, waren einfach, für jedermann verständliche Figuren und Motive, man würde heute sagen: "Naive Kunst". Zum Teil stammen die ersten Fotos und Ölbilder von Salzgitter-Bad von Reinhard Martin Stoot. Er war ein großer Freund der Kinder und vielen brachte er etwas von seinem Wissen bei, z.B. Fotografieren, Präparieren von Schmetterlingen und Käfern u.a.m. Er wurde, weil er so beliebt war, nur "Onkel Stoot" genannt. Neben der aus Spenden finanzierten und vom Bürgerverein SZ-Bad e.V. zu seinem Andenken am 18. Juni 1994 aufgestellten Büste befindet sich ein "Original Stoot-Stein", der die "Klesmermusikanten" darstellen soll.
Quelle: Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen".
Gut zu wissen
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Anreise & Parken
Über die B6 oder B248 nach Salzgitter-Bad, Ausschilderung Altstadt/Tourist-Information folgen.
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Kostenfreie Parkplätze mit Parkscheibe direkt vor dem Brunnenplatz vorhanden (Parkdauer beachten). Weitere kostenfreie Parkplätze mit Parkscheibe entlang der Straße Bohlweg und in der städtischen Tiefgarage Warnestraße.
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Die nächstgelegene Bushaltestelle ist "Bohlweg/Marktplatz" der KVG-Buslinien 603, 611, u. 618. Salzgitter-Bad verfügt über einen Bahnhof, der an das Netz der DB angeschlossen ist.
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